Heizen und Lüften - Hinweise

Was kann ich tun?

Wenn Sie diese Zusammenhänge und Ihr Heiz- und Lüftungsverhalten nach diesen Informationen einmal in Ruhe überdenken,  können Sie mit diesem Wissen Ihrer Gesundheit, Ihrem Geldbeutel und unserer Bausubstanz einen besseren Dienst erweisen.  Was im einzelnen zu tun ist, ergibt sich damit fast von selbst. Wir hoffen, Ihnen nachfolgend zusammenfassend einige wertvolle und konkrete Tipps zu einem effektiveren Heizen und Lüften geben zu können.

Richtig heizen

  • Heizen Sie auch solche Räume ausreichend, die Sie nicht ständig benutzen oder in denen Sie etwas niedrigere Temperaturen vorziehen (Schlafzimmer, Küche, Bad, Gästezimmer etc.). Die Temperatur der inneren Oberflächen von Außenwänden sollte auch nachts im Schlafzimmer 17 Grad nie wesentlich unterschreiten. Im Wohnzimmer, Kinderzimmer und in der Küche sollten 20 Grad Celsius, im Bad 21 Grad Celsius vorhanden sein.
  • Die Heizung auch bei Abwesenheit tagsüber nie ganz abstellen. Ständiges Auskühlen und Wiederaufheizen ist teurer, als das Halten einer abgesenkten Durchschnittstemperatur.
  • Die Türen zu weniger beheizten Räumen sind nach Möglichkeit geschlossen zu halten, gerade wenn in den Räumen unterschiedliche Temperaturen herrschen. Anderenfalls dringt mit der wärmeren Luft aus Nebenräumen zu viel Feuchtigkeit ein.
  • Nicht vom Wohnzimmer das Schlafzimmer mitheizen. Das "Überschlagenlassen" des nicht geheizten Schlafzimmers führt nur warme, das heißt feuchte Luft ins Schlafzimmer; diese schlägt dort ihre Feuchtigkeit nieder.
  • Die Wärmeabgabe von Heizkörpern und Warmluftzirkulation sollte nicht durch Verkleidungen oder lange Vorhänge behindert werden. Auch vor die Heizung gestellte Möbel (Sofa, Bett etc) behindern die Warmluftzirkulation der Heizkörper.   

Richtig lüften

  • Richtig lüften bedeutet: Die Fenster kurzzeitig (5 Minuten reichen oft schon aus) ganz öffnen (Stoßlüften). Kippstellung ist wirkungslos und verschwendet Heizenergie.
  • Morgens in der Wohnung einen kompletten Luftwechsel durchführen. Am besten Durchzug machen, ansonsten in jedem Zimmer das Fenster weit öffnen.
  • Die Mindestzeit für die Lüftung hängt von dem Unterschied der Zimmertemperatur zur Außentemperatur und davon ab, wie viel Wind weht.
  • Selbst bei Windstille und geringem Temperaturunterschied reichen in der Regel 15 Minuten Stoßlüftung aus.
  • Einmal täglich lüften genügt nicht. Vormittags und nachmittags nochmals die Zimmer lüften, in denen sich Personen aufgehalten haben. Abends einen kompletten Luftwechsel inklusive Schlafzimmer vornehmen.
  • Nicht von einem Zimmer in ein anderes, sondern nach draußen lüften.
  • Bei innenliegendem Bad ohne Fenster auf dem kürzesten Weg (durch ein anderes Zimmer) lüften. Die anderen Türen geschlossen halten. Besonders nach dem Baden oder Duschen soll sich der Wasserdampf nicht gleichmäßig in der Wohnung verteilen.
  • Große Mengen Wasserdampf (z. B. durch Kochen) möglichst sofort nach draußen ablüften. Auch hier durch Schließen der Zimmertüren verhindern, dass sich der Dampf in der Wohnung verteilt.
  • Wenn Wäsche in der Wohnung getrocknet werden muss, weil ein Trockenraum fehlt, dieses Zimmer öfter lüften. Zimmertüre geschlossen halten.
  • Nach dem Bügeln lüften.
  • Auch bei Regenwetter lüften. Wenn es nicht gerade zum Fenster hereinregnet, ist die kalte Außenluft trotzdem trockener als die warme Zimmerluft.
  • Luftbefeuchter sind fast immer überflüssig.
  • Bei Abwesenheit über Tage ist natürlich auch das Lüften tagsüber nicht möglich, aber auch nicht nötig! Hier reicht es, morgens und abends richtig zu lüften.
  • Bei neuen, besonders dichten Isolierglasfenstern häufiger lüften als früher. Auch dann spart man im Vergleich zum alten Fenster Heizenergie.
  • Große Schränke sollten nicht zu dicht an kältere (Außen-) Wände angerückt werden. Größere Blattpflanzen besser in vollbeheizten Räumen untergebracht.
  • Möbelstücke, besonders solche auf aufgestellten Sockeln, sollten nicht zu dicht an der Wand stehen; ein Abstand von mindestens einigen Zentimetern ermöglicht erst die notwendige Zirkulation der Raumluft auch hinter diesen Möbeln. Kondensierte Feuchte mit nachfolgender Schimmelbildung entsteht besonders dort, wo geschlossenes Mobiliar zu dicht an Außenwänden steht und eine Hinterlüftung nicht gewährleistet ist. 
  • Beim Lüften geht immer etwas Heizenergie verloren. Worauf es also beim Lüften ankommt ist, die Türen und Fenster weit zu öffnen und nach Möglichkeit Durchzug zu schaffen. Nach 5 bis 10 Minuten haben Sie dann die verbrauchte, feuchte Raumluft durch trockene Frischluft ersetzt, die nach ihrer anschließenden Erwärmung wieder viel Wasserdampf aufnehmen kann. Gerade morgens in den Schlafräumen ist die ordentliche Lüftung besonders wichtig. Ein einmaliges, gegebenenfalls etwas längeres tägliches Lüften genügt heute, nach Abdichtung aller Fugen und Spalten, im allgemeinen nicht mehr. Je nach Nutzung der Räume muss die geschilderte "Stoßlüftung" mehrfach am Tag wiederholt werden.
  • Ratsam ist schließlich, die beispielsweise beim Duschen oder Kochen in verhältnismäßig kurzer Zeitspanne freigesetzten großen Wasserdampfmengen sofort nach außen abzuleiten. Sie sollten daran gehindert werden, sich über offene Türen in der ganzen Wohnung zu verteilen.

Regelmässige Kontrolle

  • Kontrollieren Sie regelmässig Ihre Wohnung auf Schimmelbefall. Gerade hinter Schränken oder auch Bilderrahmen kann sich manchmal länger unbemerkt ein Befall zeigen. Zeigt sich Schimmel bereits auf der Tapete mit einem kleinen Punkt oder Fleck, liegt darunter evtl. schon eine größere Ausbreitung vor.
  • Sollten Sie Schimmelbefall in der Wohnung feststellen, beachten Sie, dass handelsübliche „Schimmelreiniger“ zwar optisch den gefundenen Fleck beseitigen können, aber an der Ursache nichts ändern.
  • Bemerken Sie Schimmel in Ihrer Wohnung, handeln Sie bitte sofort und benachrichtigen Sie Ihren Hausart vor Ort bzw. Ihre Hausverwaltung. Nur wenn rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergriffen werden, kann der Schimmel sich nicht weiter ausbreiten.

Sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gern. 

 

 

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